Aktuelles



Neben dem Erhalt des noch vorhandenen Schlosskellers ist es aktuelles Ziel der Vereinsarbeit, das zerstörte Neustrelitzer Residenzschloss virtuell wiederauferstehen zu lassen. Mit Hilfe von Spenden durch Bürger, Betriebe und Einrichtungen der Region konnte ein erster Teilabschnitt, der obere Teil des Schlossturmes, realisiert werden.

Am 09.09.2018, dem diesjährigen Tag des offenen Denkmals konnte das Ergebnis erstmals anlässlich einer Vereinspräsentation auf dem Neustrelitzer Schlossberg der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die digitale Darstellung unseres Neustrelitzer Residenzschlosses soll nun abschnittsweise vervollständigt werden. (Abbildung: digitalisierte Darstellung der oberen Geschosse des stadtbildprägenden Schlossturmes, Realisierung durch Architectura Virtualis)

Das Thema des diesjährigen Denkmaltages lautete „Entdecken, was uns verbindet“. Was viele Strelitzer neben der Forderung nach Erhalt des Schlosskellers verbindet - sowohl Befürworter als auch Skeptiker hinsichtlich eines späteren tatsächlichen Schloss-Wiederaufbaus - ist der Wunsch, zumindest den Turm wiederauferstehen zu lassen.

So möchte der Verein auf zunächst virtueller Basis die digitale Bauwerks-Zeichnung mit den Basisgeschossen des Schlossturmes weiterführen. Damit verbunden ist der Aufruf, durch weitere Spenden mitzuhelfen, dieses Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen.




01.02.2018

Die Stadtvertretung beauftragt mehrheitlich in ihrer 26. Sitzung den Bürgermeister, darauf hinzuwirken dass der Schlosskeller erhalten und nicht verfüllt wird, siehe: https://www.neustrelitz.de/pi/to020.asp?TOLFDNR=2673















Im Neustrelitzer Residenzschloss
wurde am 29. Januar 1919
das Landesgrundgesetz
von Mecklenburg-Strelitz beschlossen.
Es gilt als die erste
demokratisch-parlamentarische
Verfassung auf deutschem Boden
nach dem Untergang der Monarchie.
Das Landesgrundgesetz
war bis zur Zwangsvereinigung
der Freistaaten Mecklenburg-Strelitz
und Mecklenburg-Schwerin
am 13. Oktober 1933
gültig.

Download - Verfassung Mecklenburg Strelitz vom 29. Januar 1919

   





Das Finanzministerium als Eigentümer des Schlossberg-Areals hat 2013 entgegen dem Protest unseres Vereins einen Wettbewerb unter Landschaftsplanern zur Gestaltung der Grundfläche des zerstörten Neustrelitzer Residenzschlosses ausgelobt. Durch eine Jury unter Mitwirkung von Vertretern unserer Stadt wurden die Verfasser des nachfolgenden Entwurfs als Wettbewerbssieger gekürt:



Neben der Absicht, Gras über die noch vorhandenen Keller des neuen Schlossteils wachsen zu lassen, beinhaltet dieser Entwurf vor allem die Errichtung von 80 Stck. 15 m hohen Holzmasten zur Nachbildung des Bauvolumens des alten Schlossteils, zwischen denen Vorhänge eine „textile Architektur“ darstellen könnten.



Für äußerst kritikwürdig halten wir zunächst die Idee des „weithin sichtbaren, leuchtenden Windspiels“ (jeder Besucher unserer Festspiele im Schlossgarten kennt die erhebliche Windbelastung auf dem Schlossberg, hinzu käme nun eine erhebliche Lärmbelästigung durch knatternde Textilbahnen – und nur mit diesen Textilbahnen wird die beabsichtigte Raum füllende Wirkung erreicht – oder will man gerade in den Besucherhochzeiten unserer Festspiele auf diese eigentliche Wirkung verzichten?)

Vor allem aber soll der bedeutendste noch vorhandene bauliche Rest des Residenzschlosses, der Keller des neuen Schlossteils nach jahrelanger Schädigung durch Verwahrlosung nicht etwa gesichert, geschützt und sichtbar gemacht, sondern verfüllt werden. Durch eine Wiesenfläche soll an den Zustand vor Errichtung des Erweiterungsbau erinnert werden – denkmalpflegerisch ein Rückgriff auf längst überholte Zeiten vergangener Auffassungen von Denkmalpflege, heißt es doch seit Mitte des 20. Jahrhunderts in anerkannten Grundsätzen: „Die Beiträge aller Epochen zu einem Denkmal müssen respektiert werden …“

Für einen angemessenen Umgang mit der Gründungsstätte unserer Stadt hatte unser Verein in breitem Konsens mit Bürgern der Stadt und seinerzeit auch der Stadtverwaltung bereits 2009 ein Strategiepapier entwickelt, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat.